
TV
Metropolis
Arte, 22. Januar 2005
deutsch
francais
Euromaxx
Deutsche Welle, 3./5. Dezember 2004
deutsch
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Kulturjournal
NDR, 13. Dezember 2004
deutsch
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Eine Auswahl der Texte finden Sie in
Pressespiegel (pdf)
A selection of texts is available in
Press Review (pdf)
Kunstverein Heinsberg
Intro, Oktober 2007
Bettina Deschler: Andreas Gefeller − Supervisions
deutsch
»Plötzlich diese Übersicht« ist der vielversprechende Titel eines Werkes des Schweizer Künstlerduos Fischli & Weiss, das eine kuriose Ansammlung an Knetfiguren darbietet: Vom »Ersten Fisch, der beschließt an Land zu gehen« bis zur »Modernen Siedlung« erscheint hier eine Vielfalt an Ereignissen aus Welt- und Menschheitsgeschichte, ob bedeutend oder banal, aus ungebranntem Ton wie von Kinderhand modelliert. Die Komplexität des Universums vermittelt sich humorvoll in der übersichtlichen Präsentation auf Sockeln. Da sich jedoch keine Übersicht im Sinne eines übergreifenden Sinnzusammenhangs, der die einzelnen Elemente verbindet, ergibt, wird sozusagen eine »ordentliche Unübersichtlichkeit« vorgeführt und die Übersicht ad absurdum geführt. (...)
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Azure
Magazin, September 2007
Tim McKeough: Supervisions − Photography by Andreas Gefeller
english
Andreas Gefeller likes to fly − as long as he can keep both feet planted on the ground. By taking thousands of photographs of a specific site and digitally stitching the images together, the Düsseldorf-based photographer creates unique bird's-eye views of the land. Gefeller discovered his technique almost by accident. "I was sitting outside on the grass, and I had my camera with me," he explains. "I started taking photos of the ground, and later, when I put them together, I started flying. I could see the scenerey from above." (...)
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Surface
Magazin, Sommer 2007
Johana Leander: Andreas Gefeller − View Finder
english
The strange and sometimes haunting photographs of Andreas Gefeller explore the mundane magic of perspective. In his »Supervisions« series, he shows how a slight shift in view can transfrom our entire perception of a place, often evoke a whole new set of emotions. The photos − meticulously pieced together studies of ordinary urban spaces − become extraordinary behind his lenses. These landscapes are shot slightly above ground, with Gefeller standing on a ladder, covering one square meter at a time. The pictures are the seemlessly assembled into one largescale, slightly surreal image. »I don't alter or manipulate anything except the perspective,« says Gefeller. »Everything you see in the photo is really there. It's just been documented from an impossible view.« (...)
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Foto Magazin
Magazin, Juni 2007
Manfred Zollner: Matrix des Alltags
deutsch
Gefellers Bilder sind raffinierte Seh-Fallen. Fiktiv ist hier immer nur die Perspektive.
Supervisions nennt Andreas Gefeller die Bilder seines aktuellen Projektes. Per Definition bedeutet das im Deutschen soviel wie »Aufsicht«, aber auch »Beaufsichtigung« oder »Überwachung«. Wie der Begriff, so sind auch die Fotografien des Düsseldorfers angenehm vielschichtig. Gefeller stellt unsere Wahrnehmung auf die Probe, indem er »Seh-Fallen« konstruiert. Alles hier scheint aus großer Höhe, bzw. aus der räumlichen Distanz aufgenommen. Das wirkt beizeiten wie gestochen scharfe Satellitenfotografie, als würden extraterrestrische Wesen unseren Planeten aus dem All erforschen und sich ins tägliche Chaos zoomen. In Wahrheit sind Gefellers Bilder digitale Fotopuzzles aus oft hunderten Einzelaufnahmen, die der Fotokünstler mit der auf einer zwei Meter langen Stativstange montierten Kamera vom Boden aus gemacht hat und später am Computer zusammensetzte. (...)
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Made in Germany
Katalog, Mai 2007
Catalogue, June 2007
Stephan Berg: Andreas Gefeller
deutsch
english
Seit die digitale Praxis in das Feld der Fotografie lautstark und flächendeckend eingezogen ist, muss das Medium sich die Frage gefallen lassen, inwieweit sein traditionelles Alleinstellungsmerkmal − die unauflösbare Verknüpfung mit dem Faktischen − überhaupt noch eine sinnvolle Grundlage für den fotografischen Diskurs bilden kann. Andreas Gefeller beweist in seinen ebenso verblüffenden wie präzise austarierten Bildprojekten, wie eine solche Grundlage aussehen kann, ohne dass man darüber zum anachronistischen Dokumentationsfetischisten wird. Nach den frühen Werkkomplexen Halbwertszeiten (1996) und Soma (2000) gelingt ihm mit der großformatigen Serie Supervisions (seit 2002) die Entdeckung des Wirklichen in einer Konstruktion, die zugleich Dokument und Erfindung ist. Mithilfe eines an seinen Körper befestigten Stativs schreitet der Künstler das vorher markierte Motivfeld ab und hält es dabei, Schritt für Schritt, in bis zu 2500 Einzelaufnahmen fest. Das daraus digital zusammengesetzte Gesamtbild zeigt Vogelperspektiven auf Ausschnitte von Parkplätzen, Plattenbauwohnungen oder einen mit Golfbällen übersäten Rasen − also banale Strukturdetails, aber so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Damit werden die Arbeiten zu Reflexionen über die dialektische Struktur von Sehen und Sichtbarkeit überhaupt: Was wir sehen, gibt es eigentlich nicht. Und was es gibt, können wir schon lange nicht mehr sehen.
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Ever since the digital technology noisily and overwhelmingly stormed onto the field of photography, the medium has had to wince repeatedly at the question about the degree to which its traditionally distinctive characteristic, namely an indissoluble connection to the factual, still remains capable of providing a meaningful basis for photographic discourse. In his astounding and precisely balanced pictural projects, Andreas Gefeller offers evidence of the type of foundations which may be laid down here without subsiding into anachronistic documentary fetishism. After the early work complexes Halbwertszeiten (1996) and Soma (2000), he has achieved with the large-scale series Supervisions (2002) a discovery of reality by means of a construction which is both document and invention. With the help of a tripod attached to his body, the artist proceeds across a previously laid-out motific field and records it, step by step, in up to 2,500 individual shots. The composite picture which is subsequently generated digitally shows bird's eye views of sections of parking lots, precast-concrete buildings or a lawn strewn with golf balls − in other words, banal structural details, but such as we have never seen them before. The works are thereby transformed into reflections upon the dialectical structure of vision and visibilty in general: that which we see actually does not exist. And, for a long time now, we have no longer been able to see that which does in fact exist.
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Artist Kunstmagazin
Magazin, 1/2007
Roland Nachtigäller: Andreas Gefeller
deutsch
In die Bilder von Andreas Gefeller steigt man auf bemerkenswerte Weise sofort ein. Die unmittelbare Präsenz, die von ihnen ausgeht, ist nur zu einem geringen Teil dem Großformat und der Brillianz des Diasec-Verfahrens zuzuschreiben. Vielmehr zeichnet Gefeller ein feines Gespür für die stille Sensation im Banalen und die versteckte Poesie in Räumen und Landschaften aus. Es ist nicht nur das Geheimnisvolle vieler seiner Aufnahmen, der Strukturen und Kompositionen, das sich tief in das Gedächtnis gräbt, sondern auch die unvermuteten Brüche und logischen Widersprüche in den Bildern selbst. Und angesichts einer Arbeit wie z.B. ohne Titel (Parkhaus) von 2002 ist es wichtig, gleich von Anfang an klarzustellen: Wir sprechen hier über einen Fotokünstler, nicht über einen Maler! (...)
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Sleek
Magazin, Winter 2006/2007
Monte Packham: Andreas Gefeller − Above the pavement
deutsch
english
Andreas Gefeller richtet den Blick auf die unbeachtete Schönheit dessen, was wir buchstäblich mit Füßen treten: Pflastersteine, Bürgersteige oder den aufgebrochenen Asphalt unter einem Zebrastreifen.
Der Photograph verwandelt banale Orte in farben- und formenreiche Vogelperspektiven. Menschen selbst sieht man nicht in seinen Bildern, aber sie hinterlassen ihre Spuren in Form von verstreuten Lotterielosen oder Zeitungen.
Gefellers Serie "Supervisions" besteht aus Photomontagen. Der Betrachter erfasst sie als ein nahtloses Ganzes und erkennt oft nicht einmal bei genauer Betrachtung, dass jedes Bild aus vielen Photos von Fragmenten desselben Motivs besteht und erst durch digitale Nachbearbeitung zu einer bildlichen Einheit verschmilzt.
Das hat unterschiedliche Abstraktionsgrade zur Folge. Die vielen weißen Sprenkel auf grünem Grund in Untitled (Driving Range), Hongkong (2004) etwa erweisen sich erst als Golfbälle auf einem Rasenstück, wenn man den Titel beachtet. Andere Arbeiten wie Untitled (Parking Lot 1), Paris (2002) mit ihrem weißgrauen Raster auf einer gelben Oberfläche verbleiben standhaft in der Abstraktion, auch wenn man das Abgebildete zu deuten vermag.
Gefellers Bilder schwanken zwischen Abstraktion und Abbild. Der Photograph stellt den vermeintlich unparteiischen, objektiven Blick der Kamera auf die Realität infrage und versieht unser alltägliches Umfeld mit einer paradoxen Ästhetik, die gleichzeitig vertraut und exotisch ist.
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Andreas Gefeller reveals the inherent, yet unnoticed beauty beneath our feet: cobbed streets, paving stones and the cracked asphalt of a zebra crossing.
The photographer transforms commonplace environments into bird's eye view patterns of colour and form. These images lack human presence but contain traces of it, such as scattered lottery tickets and newspapers.
Gefeller's series "Supervisions", consists of photographic montages. The viewer initially registers each montage as a seanless whole, and often remains unaware that each image comprises many photography of fragments of the same motif, which have been digitally sewn into a single visual fabric.
The degree of abstraction throughout "Supervisions" varies. In Untitled (Driving Range), Hongkong (2004) for examnple, thousand of white dots speckled against a green background only reveal themselves as golf balls on grass after we consider the work's title. Other works such as Untitled (Parking Lot 1), Paris (2002) with its white and grey grids on a worn yellow surface, stubbornly remain abstarct even after we recognise the realities they depict.
Gefeller's images thus oscillate between abstraction and representation. He unsettles the camera's reputation for presenting an unbiased, objective view of reality, and transforms the environments in which we work and play into an aesthetic paradoxically familiar and exotic.
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Literaturen
Magazin, 1/2006
Daniel Kothenschulte: Geheimnisvolle Raster
deutsch
Als Kinder hatten wir die Übersicht: Auch Zwerge können eine Vogelperspektive einnehmen − wenn nur die Welt aus Spielzeug ist. Andreas Gefellers neue Fotoserie »Supervisions« macht sonderbare Puppenstuben aus der Wirklichkeit. Wie aus einem Bastelbuch ausgeschnitten, liegen da Wohnungen Wege und Grünanlagen vor uns ausgebreitet. Sie sind menschenleer, als warten sie nur darauf, von »Playmobil«- oder »Mensch ärgere dich nicht«-Männchen erobert zu werden: ein unheimliches und faszinierendes Liliput, das uns über den angenehmen Trick des Staunens zu sich hineingelockt hat.
Aber wie sind diese Fotos bloß entstanden? Der Düsseldorfer Künstler muss unsere Wohn- und Arbeitswelt heimlich durch das überscharfe Teleskop irgendeines Satelliten fotografiert haben. Er muss gewartet haben, bis niemand zu hause oder im Büro war, dann hat er blitzschnell die Dächer hochgehoben, alle Möbel herausgeholt und − klick − glasklare Schnappschussaufnahmen davon gemacht. Schade, geht ja gar nicht. In Wahrheit hat Andreas Gefeller viele hundert Einzelaufnahmen hergestellt, um sie dann digital zu den 28 großformatigen Abzügen zusammenzufügen, die »Supervisions« versammelt. (...)
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Artprofil
Magazin, Dezember 2005 / Januar 2006
Thomas Wiegand: Gefeller, Sugimoto, Weingarten − Fotografische Stilleben abseits des Üblichen
Photo Technik International
Magazin, Dezember 2005
Manfred Zollner: Rasterfahndung
deutsch
Der Künstler betreibt Spurensuche. In seinem Bilderzyklus »Supervisions« ist Andreas Gefeller eine Art Kartograph urbaner Oberflächen, zeigt uns die verborgenen Strukturen des städtischen Umfeldes. Mehr noch: Er legt dabei eine zweite Ebene des Vorgefundenen offen. Und findet ungesehene Bilder. Seine Motive sind strukturiert wie Großstadtsymphonien, in ihrer Polarität zwischen Ordnung und Chaos rhythmisch strukturiert wie Jazz-Musik. Gefellers Blick taucht ein in die Raster des Lebens, legt aus der Draufsicht die Matrix der Moderne frei. Auf den ersten Blick erscheint diese geordnet, voll geometrischer Muster und Raster. Bei genauer Betrachtung jedoch, wenn unser Blick sich in der Detailfülle der großformatigen Motive verliert, sehen wir Defekte in der Matrix, die Irritationen in der Struktur. Müll, Abnutzungserscheinungen, Schadensfälle, Spuren menschlicher Gegenwart. Wir fühlen uns ein wenig wie neugierige Aliens, blicken verblüfft auf dies Kunstwelten. (...)
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Der Tagesspiegel
Tageszeitung, 10. Juli 2005
Dirk Becker: Stand der Dinge
Vrij Nederland
Magazin, März 2005
Sacha Bronwasser: En werkelijkheid zo rekbaar als elastiek
Kunstjahr 2005
Magazin, 2005
Stephan Berg: Andreas Gefeller
deutsch
Andreas Gefeller ist ein junger Fotograf, der sich weder in die leider inflationär gewordene Becher-Schule einreihen lässt, noch dem erzählerischen Weg der Inszenierten Fotografie bruchlos folgt. Vielmehr riskiert der 1970 geborene Künstler (Studium der Fotografie an der Universität Essen, Abschluss 2000 bei Bernhard Prinz) einen tatsächlich eigenen Blick auf die Wirklichkeit und schafft dabei Bilder von einer Suggestivität und Intensität, wie ich sie seit langem nicht mehr gesehen habe. Jede der Arbeiten Gefellers besteht aus bis zu 2500 Einzelbildern. Mit einem an seinem Körper befestigten Stativ und der auf ihm in etwa zwei Meter Höhe montierten Kamera vermisst er das vorher markierte Motivfeld buchstäblich Schritt für Schritt. Wie in einem Puzzle werden schließlich die Motivfragmente digital zusammengesetzt und ergeben ein Gesamtbild, das gleichermaßen konsistent und geschlossen wirkt wie andererseits fragmentiert und von winzigen Brüchen durchzogen. Was wir auf diesen Bildern von Plattenbauwohnungen, Rasenflächen, Parkplätzen und Brachlandschaften sehen, sind Spuren des Entschwundenen, fotografiert von einem, der, nimmt man die Vogelperspektive ernst, eigentlich körperlos sein müsste, also hinter seinen Bildern verschwindet. So werden die Arbeiten zur Reflexion über die dialektische Struktur von Sichtbarkeit überhaupt.
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Süddeutsche Zeitung Magazin
Magazin, 12.11.2004
Photonews
Magazin, 3/2004
Anna Gripp: Andreas Gefeller − Supervisions
deutsch
Es klingt wie ein Gemeinplatz aus einem Seminarprogramm für Fotografie: Man fixiere etwas vor der Kamera real Existierendes derart, dass diese Realität neu wahrgenommen werden kann. Dem Fotografen Andreas Gefeller gelingt das allerdings auf meisterliche Weise. In seiner Diplomarbeit »Soma« (erschienen 2002 bei Hatje/Cantz) hat er konstruierte Paradieswelten des heutigen Tourismus' menschenleer und bei Nacht fotografiert. Dabei lehrte er uns einerseits das Fürchten vor diesen künstlichen Welten, entdeckte aber auch ungeahnte Schönheiten und Strukturen. In seiner aktuellen Arbeit »Supervisions« zeigt er Aufsichten von Räumen sowie öffentlichen Plätzen und Flächen, die anscheinend lotgerecht aus großer Höhe fotografiert wurden. Wer genauer hinsieht, ahnt: Eine solche Perspektive und Exaktheit ist mit einer Kamera, gleich welchen Formats, nicht zu erreichen. Tatsächlich besteht jedes Bild aus Hunderten von Einzelaufnahmen, die Andreas Gefeller aus etwa zwei Meter Höhe mit einer digitalen Kamera fotografiert und anschließend am Computer zusammensetzt. Er nutzt seine Kamera wie einen Scanner, um eine zuvor definierte Fläche Stück für Stück abzutasten. (...)
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Kunsttermine
Magazin, 1/2004
Franz-Xaver Schlegel: Andreas Gefeller − Das Geheimnis der Spuren
deutsch
Die scheinbar bekannte Welt überraschend anders zu sehen, ist ein zentrales Anliegen des Fotografen Andreas Gefeller. Dies hat er bereits mit seiner vielfach prämierten »Soma«-Serie unter Beweis gestellt: Das tagsüber menschengefüllte Ferienparadies Gran Canaria fixierte er bei Nacht in Langzeitaufnahmen, was den Eindruck der Künstlichkeit dieser Orte bis ins unwirtlich Düstere und Irreale steigerte. Auch in den großformatigen Farbaufnahmen der neuen »Supervisions«-Serie bleibt er dem geschilderten Kunstansatz des Hinterfragens von vorgefundenen Raumsituationen treu. Gleichwohl schlägt er nun einen neuen gestalterischen Weg ein, der nicht nur die Fotointeressierten verblüfft. Aufsichten von menschenleeren, meist urbanen Lebensräumen kennzeichnen die »Supervisions«-Serie. (...)
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Brand Eins Magazin
Magazin, Dezember 2003
Birgitta Weimer: O.T. (aus der Serie Supervisions)
deutsch
Auf den ersten Blick wirken Andreas Gefellers Arbeiten wie Satellitenaufnahmen urbaner Räume. Doch der Schein trügt. Die Vogelperspektive, die der Künstler uns vorgaukelt, existiert nicht, kein (Kamera-)Auge hat sie je gesehen. Sie ist eine Konstruktion: unsere Konstruktion. In Wirklichkeit sind die Supervisions Luftüberwachungsfotos, die vom Boden aus gemacht wurden. Das Werk − hier scheinbar die Aufsicht auf ein Stadion − besteht aus hunderten digitaler Kleinbildaufnahmen, jeweils aus zwei Metern Höhe fotografiert, die anschließend am Computer zu einem einzigen gestochen scharfen Bild zusammengesetzt werden. (...)
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